Sportfluggruppe Lechfeld e.V.

Wo Träume Flügel haben...

News 2018.

Mai 2018

Ausflug nach Peiting - Fliegen abseits von Hektik und Stress

Trotz des relativ guten Segelflugwetters entschieden sich Johannes und ich heute einmal mit unserem Ultraleicht, einer Remos G3-600 einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Einfach nur entspannen kann ja auch mal ganz schön sein.

Auf uns wartet eine wirklich gemütliche Fliegerstube mit Schwedenofen. Wir nehmen bei dem schönen Wetter natürlich trotzdem lieber auf der Terrasse mit Holzdielen Platz, die richtiges Urlaubsfeeling aufkommen lässt. Hier findet vom Sofa bis zum Liegestuhl wirklich jeder eine passende Sitzgelegenheit, um die Ruhe zu genießen. Und die ist direkt am Waldrand wirklich wunderbar. Neben uns sind noch zwei weitere Flugzeuge zu Gast. Bei einem Cappuccino kommt man ins Gespräch. Wie immer Fliegergeschichten und Erfahrungsaustausch. Währenddessen slipt sich ein Kibitz in den Platz hinein - kurz Motorenlärm, dann kehrt wieder Ruhe ein. Und so verbringen wir einige Zeit in Peiting - wie lange - man weiß es nicht genau. 

Unser Ziel sollte der eher unbekannte Flugplatz Peiting sein, welcher ausschließlich für Luftsportgeräte zugelassen ist. Er liegt ein kleines Stück südwestlich von Peiting, direkt an einer bewaldeten Hangkante. Nach circa 20 Minuten Flugzeit meldeten wir uns am Funk. Der Anflug gestaltet sich interessant, da man, wenn man in Richtung Westen auf die 24 anfliegt auf seiner linken Seite auf gleicher Höhe am Hang entlang fliegt. Und wie das Motto des Betreibers schon sagt „Fliegen abseits von Hektik und Stress des Alltags“, so wird man schon auf der golfrasentauglichen, wirklich sehr gepflegten 400m langen Graspiste weich und sanft empfangen. Anschließend wird auf dem einzigen Rollweg, der neben einem kleinen Bach verläuft zur Parkposition gerollt. 


Jedoch entschließen Johannes und ich uns dann irgendwann zum Weiterflug, denn vom vielen Nichtstun haben wir Hunger bekommen. Und so legen wir auf dem Heimflug noch einen kleinen Zwischenstopp in Bad Wörishofen ein.

 Ein wirklich sehr entspannter Nachmittag, dem sicherlich noch weitere folgen werden! 




April 2018

Erfolgreich in die neue Saison abgehoben!

Nach der Winterpause ging es gleich ohne Anlaufzeit direkt hinein in die neue Saison. Denn bis auf den Ostersonntag, der mangels schönen Wetters ausfiel konnten wir gleich an drei Tagen über das Osterwochenende fliegen und so die neue Saison einläuten. 


Mit durchschnittlich 40 Windenstarts pro Tag ein durchaus beachtlicher Start. Eine Woche später konnten dann schon die ersten Erfolge verbucht werden, als drei unserer Schüler endlich auf den lang ersehnten Kunststoffeinsitzer umschulten. Mit jeweils zwei ASK 13 und zwei Fluglehrern gleichzeitig konnten die Flugschüler abheben und so mancher Scheininhaber startete zum obligatorischen Checkflug mit Lehrer. Und auch an das leibliche Wohl wurde gedacht. Unsere SFG Skychefs kochten wieder einmal hervorragend und versorgten die hungrigen Flieger mit gebratenen Maultaschen mit Kartoffelsalat oder mit badischem Schäufele mit Semmelknödeln. 




März 2018

Nachtflug auf dem Lechfeld

Im Winterhalbjahr ist Nachtflug zwar bereits zu angenehmen Uhrzeiten möglich, jedoch sind die Gelegenheiten an denen das Wetter, welches beim Night - VFR eine ganz besondere Rolle spielt gut ist meistens selten. 


Wenn dann aber eine klare Nacht bevorsteht und die Fluglotsen der Bundeswehr auf dem Lechfeld gleichzeitig auch noch Spätschicht haben, dann ergibt sich für uns als Sportflieger die wunderbare Gelegenheit in den Genuss eines solchen Nachtfluges, direkt an unserem Heimatflugplatz zu kommen. Genau das dachten sich ein paar unserer Piloten und so traf man sich spontan auf dem Platz, um sich dem Nachtflug der Bundeswehr anzuschließen. Während die FWP 149D mit Flugplan Überland flog machte unsere PA28 einen kleinen Rundflug um das Lechfeld und anschließend wurden Platzrunden geflogen, um Nachtlandungen zu trainieren. Nach ca. 2 Stunden Flugzeit traf man sich dann zum gemeinsamen Nachtflugbier am Ofen des schon wohlig geheizten Vereinsheims. 






Februar 2018

Sportfluggruppe Lechfeld unter den Gewinnern des Peschke Jugendförderpreises! 

Junge Lechfelder Piloten beim Fliegertag des bayerischen Luftsportverbandes 

Einer persönlichen Einladung des Geschäftsführers des bayerischen Luftsportverbandes folgte die Jugend der Sportfluggruppe Lechfeld e.V. Denn ihr Verein gewann den Jugendförderpreis für Jugendarbeit und Ausbildung, welcher vom Luftfahrtversicherer „Peschke“ gestiftet wird. 

 

In die Auswahl kommen Luftsportvereine, die innerhalb eines Jahres mindestens 60 % an Zuwachs von Mitgliedern in der Alterskategorie 14 - 20 Jahre vorweisen können. Die Sportfluggruppe Lechfeld e.V. konnte im Jahr 2017 gleich vier weitere Jugendliche für den Segelflug begeistern und erfolgreich in ihre Jugendgruppe integrieren. Als Anerkennung für den positiven Beitrag zur Nachwuchsförderung des Luftsports in Bayern erhielt die SFG Lechfeld einen Betrag von 300 €, der die vier jungen Neumitglieder finanziell bei ihrer Ausbildung zum Segelflugpiloten unterstützen soll. Neben der persönlichen Inempfangnahme des Preises wohnte unsere Jugend der Mitgliederversammlung des LVB bei und traf anschließend die Jugend der Nachbarvereine. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Saison 2018 und many happy landings! 







Januar 2018

Hinter (je)dem Horizont geht`s weiter

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt aber dennoch befinden wir uns schon mittendrin in der neuen Flugsaison.

Während unsere Flugschüler schon seit dem Herbst fleißig die Theorie des Fliegens studieren, haben sich auch einige Scheininhaber entschlossen ihre Köpfe einmal wieder in die Bücher zu stecken und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Denn, was wir immer wieder mal auf unseren Ausflügen in die nördlichen Himmelsrichtungen mit einem kleinen Seufzen  feststellen ist: Wenn wir nun die zwei oder zweieinhalb Stunden Richtung Süden geflogen wären, würden wir nun nicht vor SchniPo, Schweinebraten oder Wurstsalat und Co sitzen, sondern irgendwo in Norditalien bei Pizza oder Pasta.   

Zwar unternehmen einige von uns immer wieder kleine Trips nachTschechien oder Dänemark, nach Österreich sowieso, aber Richtung Süden traut man sich halt doch nicht so recht, denn allein schon der Anblick des Luftraumtohuwabohu in den ICAO Karten von Italien und Frankreich erweist sich für Unerfahrene schon gleich als erste Spaßbremse. 

Ein Ausflug nach Venedig hat Lust auf mehr gemacht...


Durch den Umstand jedoch, dass seit zwei Jahren die Sportfliegergemeinschaft aus Fürsty bei uns mit am Platz stationiert ist, haben sich für uns quasi über Nacht alle personellen und materiellen Türen geöffnet durch die man gehen muß, um seinen fliegerischen Horizont zu erweitern. Nicht nur, dass wir nun auch Fliegerkollegen an unserer Seite haben, die regelmäßig Ausflüge durch Europa unternehmen, nein, wir haben plötzlich  auch fast eine ganze Hand voll „auslandsflugerfahrene“ (Berufs)Fluglehrer in unseren Reihen. Wenn wir jetzt also daraus also nichts machen würden, wäre das ganz schön doof. Und nichts ist irgendwie sinnloser als mit einer Pilotenlizenz nur um den Kirchturm herumzufliegen.  

Das Interesse am "Auslandsflug- Seminar war groß...

 

Ausreden (Ja aber..., man müsste mal...,ach, ich weiß nicht..., nächstes Jahr könnten wir ja mal...,vielleicht) sind jetzt also kaum noch möglich und so wurde endlich beschlossen Nägel mit Köpfen zu machen und  den Schritt über die Landesgrenzen zu wagen.

Und wie heißt es so schön: Was man nicht übt, dass man nicht kann!

Und Flugsport wird in anderen Ländern ja schließlich auch betrieben.Um diesem Vorhaben jetzt aber auch zum nötigen Erfolg zu verhelfen, ist erst aber einmal eine ordentliche theoretische Einweisung für uns „Laien“ notwendig.

Soll heißen: Ein „Auslandsflugbriefing“ muß also gemacht werden!

Und dafür hat sich Norbert sofort bereit erklärt, sich einmal mit uns hinzusetzen und mit uns die verschiedenen Notwendigkeiten und Besonderheiten bei der Flugvorbereitung, Planung durchzugehen und was alles zu beachten ist, wenn man einen "Crosscountry" ins Ausland unternimmt.  

Am Anfang waren wir nur eine kleine Gruppe von vier wissbegierigen Fliegern. Das ganze war eigentlich nur als eine „Veranstaltung im kleinen Rahmen“ an irgendeinem öden Wintertag geplant. Aber wie das so ist - erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Man steht am Abend beim Bier zusammen, unterhält sich über das Thema und von dritter Seite kommt: „Oh, wann macht ihr das denn? Das würde mich auch interressieren mich. Kann ich da auch noch dazu kommen?“ 

Logische Antwort „Natürlich! Klar! Komm und mach mit!“

Auch auf die Besonderheiten bei der Flugdurchführung wurde eingegangen...


Nachdem sich diese Szene dann noch zwei, drei Male wiederholt hat, kam dann doch der Verdacht auf, dass bei erheblich mehr Kameraden der Bedarf oder besser der Wunsch an so einer Veranstaltung besteht als wir angenommen haben. Eine darauf hin versendete Rundmail bestätigte diese Annahme. Schon kurz nachdem die mail versendet war hatten wir rund 15 Anmeldungen. Und weitere hatten hat schon die Hand gehoben, dass sie auch kommen möchten. Zum Schluss hatten sich fast 40 weiterbildungswillige Flieger zusammengefunden. Und mit Stefan hat sich schliesslich ebenfalls noch ein weiterer unserer Fluglehrer bereiterklärt ebenfalls seine Erfahrung in das Briefing mit einzubringen und ebenfalls mit einem kleinen Beitrag Norbert zu unterstützen.  So verwandelte sich unser kleines „Auslandsflugbriefing“ in ein waschechtes Auslandsflugseminar.

Ein Filmreisebericht von Florida auf die Bahamas. Für "Anfänger" vielleicht noch etwas "weit weg" :-)

 

Bei so vielen Anmeldungen mussten wir uns dann allerdings um eine neue Räumlichkeit bemühen, denn für unser Vereinsheim waren das etwas zu viele Personen auf einmal. Erst recht wenn man noch etwas mitschreiben möchte. Aber freundlicherweise öffnete der Betreiber des Mannschaftsheims der Lechfeldkaserne seine Türen uns. Angenehmer Nebeneffekt dabei war, dass wir uns nicht nur mit belegten Brötchen und Kaffee zwischendurch stärken konnten, sondern auch eine Mittagspause mit Currywurst und Pommes in unser Programm einbauen konnten.

Nach den beiden interessanten Vorträgen, oder fast schon Unterrichten, von Norbert und Stefan hat sich spontan noch Andi angeboten einen Filmreisebericht zu zeigen und zu kommentieren, als er mit zwei weiteren Mitfliegern von Florida aus mit einer Piper Warrior auf die Bahamas geflogen ist, während er beruflich in den USA war. Dies war nach den beiden vorangegangenen Vorträgen ein perfektes Sahnehäubchen auf unser Seminar und zeigte, dass es durchaus wert ist sich weiterzubilden. 

Was macht mehr Spaß als mit dem Flugzeug zu reisen?


An dieser Stellen noch einmal ein herzliches Dankeschön an Norbert, Stefan und Andi, dass sie sich unseres Wissensdurstes angenommen haben und uns mit vielen Informationen, Wissen, Tipps und Tricks versorgt haben. Und ebenfalls ein großes Dankeschön an unseren netten Kantinier des Mannschaftsheims, der extra für uns geöffnet hat und dafür gesorgt hat, dass niemand in den Unterzucker gefallen ist. Vielen Dank!

Im Frühjahr, wenn so langsam die Tage wieder länger werden, möchten wir nun ein „Follow-up“-Workshop durchführen bei dem wir gemeinsam einen Auslandsflug vorbereiten und durchplanen möchten.

Und schließlich, als Workshop Praxis-Teil quasi,  soll dann das erlernte auch irgendwann zeitnah seinen Höhepunkt in einem Teller Pasta, Pizza oder Meeresfrüchte in Italien finden... Oder Frankreich...? Kroatien...? Vielleicht Corsica? Spanien...?

Naja, Norditalien wird zum üben wohl erst mal reichen J