Sportfluggruppe Lechfeld e.V.

Wo Träume Flügel haben...

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News 2017

 

Alle Jahre wieder kommt das...Fluglager in Schwabmünchen  

Das Christkind kommt zwar erst an Weihnachten, aber das mittlerweile  in der ersten Augustwoche  zur Tradition gewordene Fluglager am Flugplatz Schwabmünchen ist mindestens genauso gut und bringt so manche Geschenke mit sich, bei denen selbst das Christkind, welches ja üblicherweise außerhalb der Saison kommt  neidisch werden kann.


Und so wurden bereits am Sonntag unsere beiden Ask 13 Schulungsdoppelsitzer per F-Schlepp nach EDNS überführt. Und auch ein Astir wurde per Anhänger nach Schwabmünchen gefahren. Am Montag wurde dann direkt mit der Schulung begonnen und nachdem die ganze Woche über zwar immer deutlich über 30°C, aber keine Thermik vorhergesagt war, wurden an manchen Tagen bis zu 70 Starts gezählt. Demzufolge konnten einige fliegerische Fortschritte und Erfolge verbucht werden. Zwei unserer Flugschüler schafften es sogar bis zum Alleinflug und beendeten somit den ersten großen Ausbildungsabschnitt erfolgreich (Näheres in Alleinflug Part 3 & 4).

Gleich am frühen Morgen des zweiten Tages stand mit einem gemeinsamen Sunrisefliegen ein weiteres Highlight an. Extra dafür holten wir unser Ultraleicht aus Lechfeld für den F-Schlepp. Pünktlich um 05:15 Uhr local startete die D-MJFS mit einer Ask 13 im Schlepptau. Gemeinsam mit dem Zodiac des LSV Schwabmünchen machten wir insgesamt acht Schlepps an diesem Morgen, hinein in den wunderbaren Sonnenaufgang. Einfach immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, gerade im Segelflug! Und auch kulinarisch wurde dieses Mal eher geklotzt als gekleckert. 








Angefangen vom Leberkäs mit Kartoffelsalat am Montag, steigerte sich der Schwierigkeitsgrad über Tacos und Lechfelder Spezialburger direkt vom Grill hin zu einem genialen Thai - Curry und endete Final in einem südafrikanischen Barbecue. Ach ja und das Spanferkel für zwischendurch am Donnerstag darf natürlich auch nicht vergessen werden. Manch einer sprach schon eher vom Streetfood - Market als von einem Fluglager. 

Ein großes Dankeschön an alle Köche und Helfer und auch an den neuen Schwabmünchner Fluglehrer Basti, der sich gerne auch unserer Schüler annahm. Und wie gesagt, das Fluglager mittlerweile eine Institution - bis zum nächsten Jahr im August!  





Juli 2017

Alleinflug 2017, Part 2

Nur drei Wochen nach Sebastians Alleinflug hat sich der nächste Flugschüler von uns freigeflogen. Am vergangenen Samstag wurde auch Julian die alles entscheidende Frage von seinen Fluglehrern gestellt ob, er sich bereit fühle, für seinen ersten Alleinflug. Nach einem letzten Checkflug durch einen zweiten Fluglehrer kam auch für Ihn zum ersten Mal der große Moment bei dem man sich alleine im Cockpit wiederfindet und auf das sich langsam anziehende Seil der Winde blickt. 





Die drei Starts, welche notwendig sind damit der praktische Teil der A-Prüfung erfolgreich abgeschlossen wird, absolvierte er  natürlich ohne Probleme und nachdem der Flugbetrieb beendet war, wurde selbstverständlich auch Julian mit der obligatorischen Taufe in den Kreis der Flieger aufgenommen.





Bald wird sich zu Julian allerdings auch wieder ein Fluglehrer ins Cockpit setzten, denn mit dem Alleinflug ist seine Schulung noch lange nicht abgeschlossen. Erst jetzt beginnt nämlich der Feinschliff zum Segelflieger und die etwas trockene Zeit des "Theoriebüffelns" steht ab dem Herbst ja auch noch an.

Aber erst einmal darf er jetzt die zweite Hälfte der Saison in der Praxis und mit neuem Status als Soloflieger genießen :-)

Wir wünschen auch Julian weiterhin noch viel Spaß bei seiner weiteren Ausbilung zum Segelflieger und allzeit scchöne "Thermikwölkchen"!

 Juli 2017

Alleinflug 2017, Part 1

Und wieder hat auf dem Lechfeld eine Metamophose vom Fussgänger zum Piloten stattgefunden,  denn am Samstag konnte Sebastian endlich (nachdem auch der Wettergott sein Einverständnis gegeben hatte) zu seinem allerersten Alleinflug abheben.

Die drei geforderten Platzrunden absolvierte er souverän und zur vollsten Zufriedenheit seines Fluglehrers und hat nun das erste Kapitel in seiner Flugausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Obwohl Sebastian sich für die Zunft der Motorflieger entschieden hat, blieb auch ihm natürlich eine ordentliche Fliegertaufe nicht erspart. Viele Hände waren angetreten um das Popometer des frischgebackenen Fliegers zu eichen und zum gratulieren.





Der Tag, den man als Pilot sein ganzes Leben nicht mehr vergessen wird, wurde anschliessend mit Freigetränken und Pizza noch zünftig gefeiert. 

Wir wünschen Sebastian weiterhin noch viel Spaß bei der Schulung, viel schöne und unvergessliche Flüge und "many happy landings"!

Juni 2017

Wir bringen die Luftwaffe in die Luft!

Wie geht denn das? Können die das denn nicht selber? Ja, doch aber nicht alle! Und darum wurde einst von der Luftwaffe beschlossen, dass jeder angehende Offizier der Luftwaffe einen Flug geschenkt bekommt, um wenigstens einmal in der Luft gewesen zu sein, weil ja nur die wenigsten Offiziere der Luftwaffe tatsächlich auch Piloten sind.

Diese Flüge waren eine Win – Win Situation, denn die Offiziere hatten Spaß und unser Partnerverein die Bundeswehr Sportfliegervereinigung Fürstenfeldbruck e.V. eine Quelle für Nachwuchs, denn der ein oder andere blieb nach dem tollen Erlebnis vielleicht sogar dabei und wurde selbst Mitglied und Sportflieger egal ob Segel- oder Motorflug. Leider wurden diese Flüge jedoch von der Bundeswehr aus Kostengründen vor ein paar Jahren gestrichen. Doch durch gute Kontakte zur Offiziersschule der Luftwaffe konnte unser Mitglied Christian Huber einen kleinen Event organisieren. Ein ganzer Hörsaal besuchte uns kurzerhand im Rahmen eines privaten Gruppenausfluges am 22.6. auf dem Lechfeld, um doch noch in die Luft zu kommen. Nach einem Briefing hieß es dann auch schon „aufsitzen“ und die vier Flugzeuge rollten zum Start.





Nach dem Take Off sammelten sich Do 27, FWP 149D, Cessna 172 und Piper PA28 über dem Lechfeld und flogen anschließend in Finger-Four Formation Richtung Kaufbeuren. Weiter ging es Richtung Süden über den Forggensee zu den Königsschlössern - Im Abendlicht ein wunderbarer Anblick, vorbei am Ammersee und dann wieder zurück nach Lechfeld. Hier wechselten  die vier Flugzeuge zu einer „Echelon left“ Formation und absolvierten mehrere tiefe Überflüge, denn zufällig feierte unser zweiter Vorstand an diesem Tag auch noch seinen Abschied nach 20 jähriger Stationierung auf dem Lechfeld. Natürlich gab es nach der Landung wie es sich gehört auch noch ein Debriefing, bei dem die angepeilten Objectives besprochen wurden. Während bei manchem noch ein wenig Übungsbedarf bestand, so waren sich doch alle einig, dass der Spaß auf keinen Fall zu kurz kam! Eine super Sache, vielen Dank euch und vielleicht bis zum nächsten Mal!





Juni 2017

Flugzeuge, Flammkuchen und Pina Coladas...

Am 17.Juni veranstaltete die deutsche Vertretung des amerikanischen Luftfahrtbedarfhandels Aircraft Spruce, Sandelving Aerospace anlässlich des 10 Jährigen Bestehens der Firma ein Fly-In zum Flugplatz Bremgarten bzw. eine Geburtstagsparty auf ihrem Firmengelände. Fly In? Party? Für so etwas sind wir natürlich immer zu haben. Also haben sich Jens und Roland spontan angemeldet und durch eine kleine Nachricht via neue Messengerdienste waren auch flux mit Felix und Flo zwei weitere Mitflieger gefunden.

Also ging es am frühen Samstagmittag los nach Südbaden. Die Archer mit Kapitän Felix, Roland und Flo und Jens mit seinem gelben Experimental Flitzer. Nach etwa eineinviertel Stunden landeten wir im Markgräflerland und wurden gleich von einer gut gelaunten charmanten Mitarbeiterin der Firma mit einem Golfcart von unserer Parkposition abgeholt und zur Party gebracht. Zu unserer Überraschung stießen wir dort auf Tom, ein ehemaliges Mitglied unseres Vereines, der dort mit einem Stand seiner Firma vertreten war. So entwickelte sich der Stehtisch unter seinem Pavillon natürlich schnell zum Hotspot für uns.

Ab nach...


...EDTG zum Fly In!


Besonders cool arrangiert war allerdings auch die aufgebaute Beach-Bar die sofort zum Cocktail schlürfen und zum verweilen einlud. Doch bevor wir zu Pina Colada und Co. kamen musste erst noch unser Hunger mit einem Elsässer Flammkuchen gestillt werden und danach das Hotelzimmer bezogen werden. Denn im Gegensatz zu Jens hat sich der Rest der Truppe gegen das Zelt und für die "Warmduschervariante" Hotel entschieden. Und die Taschen und Rucksäcke mussten ja auch noch weggebracht werden.


Dankenswerterweise hat sich Mattias Sandelving sofort bereit erklärt uns schnell zu unserer Unterkunft „Tonis Tenne“ nach Eschbach zu fahren (wo wir übrigens genauso liebenswert empfangen wurden) damit wir einchecken und unser Gepäck in das Zimmer bringen konnten.


Als dies erledigt war stand einer spaßigen Party an diesem lauen Sommerabend nichts mehr im Wege. Alles war superklasse organisiert. Ein DJ sorgte den Abend über für gute Stimmung und wer seine überschüssige Energie los werden wollte konnte sich beim Tanzen völlig verausgaben.


Nach Mitternacht haben wir uns dann verabschiedet und uns ins Zelt beziehungsweise unser Hotel zurückgezogen, denn wenigstens für die Vereinsflugzeugbesatzung, war am Sonntagmorgen leider nicht wirklich ausschlafen möglich. Einer unser Flugschüler wollte am Nachmittag noch seinen Überlandflug machen und so haben wir versprochen spätestens bis 12 Uhr das Flugzeug wieder zu Hause auf den Hof zu stellen.

Flammkuchen zur Stärkung!





Als wir kurz nach neun Uhr nach einem reichhaltigen Frühstück (Vorteil Hotel) auf dem Flugplatz ankamen war Jens allerdings auch schon an seinem Flieger. Nach einer gemeinsamen Flugplanung und der Vorflugkontrolle rollten wir kurz vor zehn Uhr zum Start um uns zurück auf den Heimweg nach Bayern zu machen, diesmal mit Roland als PIC. Für ein paar Grübelfalten auf der Stirn sorgte noch der Flugwetterbericht, der den Schwarzwald noch wolkenverhangen vorhersagte. Doch bereits wenige Minuten nach dem Start zeigte sich, dass sich die Wolkenbasis bereits so hoch über die Kuppen angehoben hatte das ein Flug auf dem direkten Wege wie geplant problemlos möglich war.


Heim, geht`s wieder..


Kurz vor dem Mittag landeten wir wieder zu Hause in Lechfeld und ließen nach dem Flugzeugwaschen und der Papierarbeit alle Viere gerade sein und genossen noch bei Kaffee und Eistüte den Rest des quirligen Wochenendes.

Das Fly In hat echt Spaß gemacht.

Hoffentlich gibt`s eine Fortsetzung.

Wir sind sicher wieder dabei!!

Juni 2017

Freundschaftsfliegen 2017 mit dem MFC Merching e.V.

Endlich hat`s geklappt! Anfang Juni durften wir wieder einmal die Modellflieger von vis a vis des Lechs bei uns begrüssen. Das fast schon zur Tradition geworden jährliche Treffen zwischen dem Modellflieger Club Merching und der SFG Lechfeld konnte, nachdem wir aus Wettergründen den Termin zweimal verschieben mussten, bei schönsten Sommerwetter unter dem Motto "Gemeinsamer Flugtag" über die Bühne gehen. Waren bisher unsere Fliegerkameraden eigentlich immer nur zu Besuch bei uns um Rundflüge zu machen. Also quasi die Art der Betrachtungsweise zu tauschen und nicht vom Boden in den Himmel zu schauen, sondern vom Himmel auf den Boden zu blicken. Diesmal sollten beide Luftsportarten den Tag gemeinsam bestreiten.

Die "kleine Fraktion" des Luftsports

 


Die Winde war längst aufgebaut als Flo, Jens und Roland unsere Gäste am der Kasernenwache abgeholt haben, denn auch einige unserer Flugschüler haben noch schnell die Gunst der Stunde (oder vielmehr des Tages) genutzt, um noch schnell ein oder zwei Starts zu machen, denn am Sonntag wird bei uns normalerweise nicht geschult, aber, wenn sich natürlich die Chance ergibt und ein Fluglehrer des Wegs kommt, dann.....;-)


 

Nachdem die viele Hände geschüttelt, die Modelle ausgeladen und aufgebaut und das wichtigste,  Torten, Kuchen und Salate für den Nachmittagskaffee und den späteren Grillabend  im Kühlschrank verstaut  waren, ging es auch schon unverzüglich raus zum Segelflugstart, wo bereits zwei ASK-13 warteten sich mit unseren flughungrigen Fliegerfreunde in den Blauen Himmel zu kurbeln.

Den ganzen Nachmittag über wurde unermüdlich ein Start nach dem anderen gemacht, - der Eine hatte bei seinem Flug mit dem Thermikanschluss etwas mehr Glück und hat sich gleich in die Höhe geschraubt, der Andere saß nach ein paar Minuten gleich wieder auf dem Boden und musste halt noch ein Start machen. Da aber ein Windenstart ein durchaus beeindruckendes Erlebnis ist, hatte letzter vermutlich ein etwas breiteres Grinsen im Gesicht. Aber letzten Endes ist jeder unserer Fliegerkollegen auf seine Kosten gekommen und hat einen schönen Segelflug gehabt, was ja auch das Ziel war, denn dieses mal sollte sich der Schwerpunkt auch auf vielfachen Wunsch unserer Gäste auf dem lautlosen Flug liegen.

Während die Einen auf den nächsten Start warten...


... waren die Schattenplätze bei Anderen sehr begehrt...

Nachdem jeder an der Reihe war und mindestens einen Start mitmachen durfte, wurde der manntragende Flugbetrieb langsam beendet, denn schließlich sollte ja auch noch etwas Modellflug gemacht werden. Also wurden fix die beiden ASKs saubergemacht und eingehallt, so dass der Flugbetrieb en Miniature weitergehen konnte. Auch einige SFG Mitglieder haben ihre alten Thermiksegler aus dem Keller geholt und gerne das Angebot eines F-Schlepps in Anspruch genommen, denn eigentlich fliegen die meisten von uns ihre Modelle am Hang. Und die Modellflieger haben natürlich gleich auch noch Tipps und Tricks auf Lager gehabt um dies und das zu verbessern und sich auch als Einflieger angeboten, wenn unsereins schon lange keine Fernsteuerung mehr bedient hat.

Komplett selbst konstruiert und gebaute DG1001!


Segelflieger mit ausfahrbarem Elektroimpeller


Robbe Jumbo. Ein über 30 Jahre altes Modell !


Mit den Voll-GFK/CFK Orchideen der Modellflugprofis die fast schon an den Wert unseres Astirs rankommen, konnten natürlich unsere Thermik Stars und Co nicht ganz mithalten aber dennoch kam der Spaß bei allen nicht zu kurz. Leider wurde der Spaß ein wenig später etwas getrübt durch den Verlust einer wunderschönen Piper. Bitter, aber das macht nun mal jeder Modellflieger immer wieder mal mit.

Am Abend...


...wurde noch zünftig gegrillt!

 

 

Der Tag fand schließlich mit einem zünftigen Grillfest seinen Abschluss, welches noch trotz Sonntag bist in den fortgeschrittenen Abend andauerte. Spaß hat`s wieder gemacht...

...wir freuen uns auf das Nächste mal !!

Juni 2017

Aus der Komfortzone nach Florida

Die General Aviation genießt in den USA einen viel größeren Stellenwert als in Europa. Dementsprechend groß ist auch der Gebrauchtflugzeugmarkt. Ein Umstand, den wir uns zu Nutze machten um ein, in Canada gebautes und in den USA zugelassenes Experimental zu kaufen und nach Germany zu importieren. Dieses Flugzeug kann dann allerdings nicht D-registriert werden. Der einfachste Weg - auch um der EAA ein wenig zu entkommen ist es, das Flugzeug N-registriert zu lassen.

Damit beginnt unser kleines Abenteuer über das wir hier berichten wollen:

Um mit einem N-registrierten Flugzeug in ganz Europa herumfliegen zu können, sind weder ein LAPL noch ein PPL ausreichend. Es braucht eine US Lizenz.



Warum ist das so?

Vans RV-8


Das US-Recht verlangt:

„When operating an aircraft within a foreign country, a pilot license issued by that country may be used.“ (Code of Federal Regulations, Sec. 61.3/a/1/v)

Also benötigt man in Deutschland zumindest einen PPL(A). Will man aber z. B. nach Österreich fliegen, benötigt man einen österreichischen PPL(A). Möglich ist es aber, sich von der Federal Aviation Administration (FAA) eine Lizenz ausstellen zu lassen, die auf der deutschen basiert. Damit darf man auch ins Ausland fliegen. Auch möglich ist natürlich ein eigenständiger FAA PPL, aber das ist ein anderes Thema. Übrigens erlaubte die FAA bereits in Großbritannien das Fliegen von N-registrierten Flugzeugen mit einem LAPL(A). In Deutschland wird diese schriftliche Zusage der FAA sowohl vom Luftfahrtbundesamt (LBA) als auch den Versicherungen negiert.

Wo kann man dann also so eine „validierte“ Lizenz ausgestellt bekommen? Nun in Europa gibt es derzeit zwei „Designated Pilot’s Examiner“, die im Namen der FAA derartige Lizenzen ausstellen dürfen. Der aufgerufene Preis lag bei unserer Nachfrage bei 350 GBP zzgl. Flug und Unterkunft bei Anreise nach Egelsbach zur Aircraft Owners and Pilots Association(AOPA). Termine?  Einmal im Jahr.
Kosten bei Ausstellung in den USA?: 0 USD, bei Unterstützung durch eine Flugschule (und das ist zu empfehlen) 50 USD

Wer rechnen kann kommt schnell drauf, mit einem günstigen Flug in die USA und Ausstellung der validierten Lizenz dort, liegen die Kosten auf ähnlich hohem Niveau. Der Spaßfaktor allerdings ist bei einem Flug nach Florida deutlich höher. Bei mal wieder einsetzendem Schneefall im April 2017 fällt einem die Entscheidung relativ leicht.

Also auf zu einem verlängertem Wochenende in Florida!


Zuvor mussten wir allerdings einen Weg finden, an einen Examiner zu gelangen. Wir entschieden uns dafür, bei einer Flugschule anzufragen. Nachdem ich durch Zufall immer wieder auf die Florida Flyers in St. Augustine, FL aufmerksam wurde, fragte ich dort an. Der Kontakt war von Anfang an sehr freundlich. Klaus Ruhrmann, der Betreiber der Flugschule rief mich auch sehr bald nach dem ersten Kontakt einmal an und klopfte so unsere Motivation ab.

Der schriftliche Kontakt wurde dann im Anschluss zumeist von Bernhard mit Bettina Ruhrmann gehalten. Bettina für den reibungslosen Ablauf in der Flugschule verantwortlich. Hier zeigte sich dann auch, dass Bettina eine „deutsche“ Firmenführung pflegt. Es schien alles sehr gut organisiert zu sein.

Nachdem wir eine Flugschule gefunden hatten, buchten wir sehr günstige Flüge über Newark, NJ nach Orlando, FL. Von dort aus wollten wir uns einmal ein schön großes SUV gönnen und damit die zwei Stunden nach St. Augustine fahren.

Allerdings versetzte uns die Planung von United Airways ein wenig in Stress. Das Umsteigen in Newark beinhaltet leider bei unseren Freunden in den USA auch den Gang zur Passkontrolle mit Abnahme von Fingerabdrücken und Fotos, Zoll und erneute Gepäckaufgabe. Das Ganze sollte innerhalb 1 1/2 Stunden inklusive Terminalwechsel mit erneutem Sicherheitscheck vollzogen werden. Was soll ich sagen, mit einer kleinen Sprinteinlage waren wir fast die letzten die Einsteigen durften, aber immerhin haben wir`s geschafft. Als kleines Zuckerl bekamen wir kostenlos Economy Plus Sitze, weil die Sitzplatzvergabe schon abgeschlossen war.

 Angekommen in Orlando, FL empfingen uns am Abend freundliche 28°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Wir checkten im Hyatt direkt am Flughafen für eine Nacht ein. Am Vortag bestellte Teile für unsere RV-8 lagen bereits am Schalter für uns bereit. Nach einem Begrüßungs-Steak mit Aussicht auf eine Landebahn des Flughafens bezogen wir ein schönes Zimmer für eine kurze Nacht. 

Geplant war die Übernahme unseres Mietwagens von Sixt um 04:00 Uhr morgens EST. Doof nur, wenn der Shuttle zur Sixt Filiale nicht kommt.

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Zum Glück beschriften die Amerikaner ja die Parkbuchten für die Shuttle-Fahrzeuge zu den jeweiligen Mietwagenanbietern. Aber hier kamen uns die Amerikaner mit ihrer narrensicheren Beschriftung auch nicht gerade entgegen. An Parkbucht 11-13 steht, dass Sixt auf Bucht 34-37 abfährt. Nach 100 m Fußmarsch dort angekommen wird auf einem Schild auf die Bucht 11-13 hingewiesen.

<- Hä !? Ein lustiges Volk !


Zum Glück wussten die anderen Fahrer, wo Sixt abfährt. Nach einer Stunde Wartezeit und mehreren Telefonaten, kam dann endlich der Sixt-Shuttlebus.

Schade wieder, dass ein von uns reservierter Chevrolet Suburban gar nicht da war. Wir mussten auf einen etwas kürzeren GMC Yukon ausweichen. Der war aber, obwohl für 04:00 Uhr bestellt, noch nicht einmal fertig gesäubert vom Vormieter. Also wieder 20 Minuten längere Wartezeit. Das Auto an sich erwies sich aber im Nachhinein als absoluter Glücksfall. Leider musste durch die Verzögerung das gepflegte amerikanische Frühstück in einem Diner auf dem Weg nach St. Augustine entfallen.

Gemeinsamkeiten mit diversen amerikanischen Vorabend-Fernsehserien der 80er Jahre sind rein zufällig :-)


 Bei Florida Flyers kamen wir dann also mit fast leerem Magen pünktlich um 07:45 Uhr an

Die Organisation dort war dann so, wie erhofft. Für uns war ein Fluglehrer eingeteilt, der mit uns den Registrierungsprozess bei der FAA online begleitete. Alleine wären wir hier wohl eher aufgeschmissen gewesen. Thank you, Mohammed Geffrey!

Gerade, als wir das geschafft hatten, kam Bob Link, unser Prüfer. Durch die korrekte Registrierung bei der FAA war der eigentliche Kernpunkt unserer Reise innerhalb von 15 Minuten für jeden von uns abgehandelt. Nebenbei hatten wir noch Zeit mit Bob und Mohamed in Ruhe zu plaudern.

Außerdem gab es noch eine fette Eistorte und ein Ständchen aller Angestellten von Florida Flyers für Bob Link. Er hatte heute Geburtstag!

Bettina zeigte uns noch ausführlich die Flugschule und die zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Vorfeld stehenden Flugzeuge. Ein Flug stand für uns nicht an. Das nach der Validierung erforderliche Biannual Fligth Review (BFR) können wir in Deutschland mit Martin, einem unserer Fluglehrer in Lechfeld, machen. Geplant hatten wir einen Ausflug mit einer Cirrus SR 20. Die wurde aber für mehrere Tage verchartert. Da hatten wir verständlicherweise das Nachsehen. So sahen wir uns Florida eben nicht von oben an. Ein Grund für einen erneuten Besuch!

Wir erkundigten uns bei unserem intensiven Gespräch mit Bettina auch nach guten Lokalen und den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Empfohlen für sehr gute Burger hatte uns Bettina das „Beaches at Vilano“ (254 Vilano Rd, St Augustine, FL 32084, USA). Dorthin hat es uns dann auch für einen kurzen Mittagssnack hingezogen. Bernhard und ich waren uns eingig, der „Fried Alligator“ war echt lecker!

 


Nach einer kurzen Runde im Pool unseres Hotels bekam Bernhard noch eine SMS von Bettina mit der Frage, ob wir uns nicht abends noch im „Beaches at Vilano“ zum Essen treffen könnten. Klaus würde uns auch noch gerne kennenlernen. Wir nahmen das Angebot gerne an und haben so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wir bekamen abends wirklich sehr gute Burger und mit die besten French Fries, die ich bisher gegessen hatte und zudem genossen Bettina, Klaus, Bernhard und ich die Möglichkeit uns auch in den USA einmal mit etwas mehr Tiefe unterhalten zu können. Für uns war natürlich auch die Frage interessant, wie die beiden auf die Idee kamen in Florida eine Flugschule zu eröffnen.

Klaus hatte schon einen PPL in Deutschland gemacht. Nach Gewinn einer „Green Card“, also der Arbeitserlaubnis in den USA, kam er als studierter Betriebswirtschaftler mit Bettina überein, diese Gelegenheit zu nutzen. Immer interessiert an wirtschaftlichen Hintergründen wollte Bernhard ganz genau wissen, wie so eine Schule kalkuliert. Die etwa 30 Flugzeuge fliegen pro Monat je ca. 100h. Die Schüler rekrutieren sich zum einen aus angehenden Berufspiloten, die an der Schule Ihre Ausbildung erhalten und anschließend als Lehrer die Möglichkeit haben, Stunden zu sammeln. Zum anderen werden Menschen umworben, die privat mit beiden Beinen im Leben stehen und sich ihren Kindheitstraum vom Fliegen erfüllen wollen auf deutsches Schlechtwetter und Vereinsmeierei aber keine Lust haben. Bei dem tollen Klima in Florida hat man den Flugschein innerhalb eines Urlaubs in der Tasche. Die Geschäfte laufen gut - bei unserer Besichtigung der Schule standen gerade mal drei Maschinen der Schule auf dem Vorfeld. Offenbar haben sie mit der Flugschule nicht ganz danebengelegen.

Den darauf folgenden Samstag nutzten Bernhard und ich für die Sehenswürdigkeiten in St. Augustine, immerhin der ältesten von Europäern gegründeten Stadt der USA. Die (renovierte) Altstadt hatten wir bereits am Freitag Nachmittag erkundet. Das Castillo, das auch schon Sir Francis Drake angegriffen hatte, besichtigten wir gleich am Samstag in der Früh. Nach zwei sehr angenehmen Stunden ging es weiter in die Alligator Farm, einen Zoo in der Stadt. Dort haben sie neben beeindruckenden 36 ausgewachsenen Tieren in einem zentral gelegenen Gehege, einen See mit gut 250 Tieren. Dazu kommen noch Vögel und, als einziger Zoo der Welt, auch noch alle weltweit vorkommenden Krokodilarten.

Die wollen nur spielen...


Nach einem kurzen Shopping-Trip in die lokale Outlet-Mall fuhren wir am späten Nachmittag nach Titusville, FL und von dort nach dem Einchecken ins Hotel kurz in eine etwas größere Mall nach Orlando.

Falcon 9 von SpaceX

 

Sonntag, unser letzter ganzer Tag in Florida, war wieder der Fliegerei gewidmet. Dieses Mal aber der etwas extravaganteren: der Raumfahrt. In Titusville ist das Kennedy Space Center, bekannt für unzählige Raummissionen inklusive der Starts des Space Shuttles, sowie der weiter südlich gelegenen US Air Force Base „Cape Canaveral“.

Für 07:15 Uhr war ein Start einer Falcon 9 Rakete von SpaceXvom Kennedy Space Center aus terminiert. Leider ist dieser Termin zu früh, um ihn direkt von den Zuschauertribünen im Space Center aus zu bewundern. So fanden wir uns mit unzähligen anderen Zuschauern am Strand in Titusville ein. Gut 50 Sekunden vor dem Start gab es leider einen Startabbruch wegen eines defekten Relais in der Rakete.

 

Etwas traurig darüber fuhren wir zum Frühstück zurück ins Hotel, um anschließend das Kennedy Space Center zu besuchen.

Was kann man dazu sagen? Es ist wie Disney World nur dass die Exponate hier echt sind. Inklusive der im Ruhestand dort ausgestellten Raumfähre Atlantis. Die ist hier perfekt inszeniert. Eines muss man den US-Amerikanern lassen: Show können sie. Der Besuch, den wir von den Öffnungszeiten voll ausschöpften, lohnt sich wirklich!

Raumfähre Atlantis. 33 Missionen und insgesamt 193 Millionen Kilometer zurückgelegte Strecke


Als Entschädigung für den am Vortag abgebrochenen Start der Falcon 9 wurde dieser am nächsten Tag nachgeholt. Vor unserer Abfahrt zum Internationalen Flughafen von Orlando konnten wir also dieses Ereignis doch noch live aus gebührender Entfernung von ca. 25 km Luftlinie beobachten. Echt beeindruckend. Die erfolgreiche Landung der ersten Stufe der Rakete nur 9 Minuten nach dem Start in Cape Canaveral sahen wir jedoch nicht mehr.

Der Rückflug war dann eher unspektakulär. Bis auf wieder einmal sehr kurze Umstiegszeiten, wieder mit einem Sprint zum Gate und Ankunft zum „Last Call“, den wir nur dank einer Umbuchung von United Airlines erreichten und einem zerstörten Koffer.


Pünktlich am Dienstag Morgen war damit ein sehr intensives Wochenende im angenehm warmen Florida mit dem Empfang im wieder einmal leicht eingeschneiten Deutschland am 02. Mai 2017 beendet.

Zwei Tage später kamen dann auch noch die von Bettina für uns beantragten "Restricted Radiotelephon Operator Permit", also der Funklizenzen der FCC, per Email bei uns an.

Auch wenn wir dieses Mal nicht geflogen sind, fliegerisch werden uns die USA wiedersehen. Geplant ist der Erwerb des eigenständigen FAA PPL SEL (Single Engine Land). Und wer weiß, was uns als nächstes reizt. Für uns steht auf jeden Fall fest, auf einer einmal erworbenen Lizenz wollen wir uns nicht ausruhen, sondern uns stetig weiter fordern und weiter bilden.

Juni 2017

550 km Überlandeinweisung mit Lehrer - mal anders!

Piloten wird ja oft Verwegenheit und der Hang zu schnellen Maschinen und Geschwindigkeit nachgesagt (schmunzel) und somit wundert es nicht, dass sich in unserem Verein nicht wenige Besitzer von Motorrädern wieder finden.  Der Anzahl nach,  könnten wir parallel praktisch einen Motorradclub betreiben (natürlich nur die von der netten Sorte). Und so fanden sich an einem wunderschönen Donnerstag Olli, Lukas, Rainer und Felix, um zusammen auf Tour zu gehen. 

Für unseren Segelflugschüler Lukas war es die erste größere Tour, da er seinen Motorradführerschein auch erst vor kurzem gemacht hat. Aber kein Problem unser Fluglehrer Rainer passte als letzter in der Reihe immer darauf auf, dass niemand verloren ging. Die B17 ist des Motorradfahrers Leid und Freud zugleich, denn sie ist zwar nicht sehr spektakulär, stellt aber die schnellste Verbindung in die Berge dar. Über Füssen und Reutte in Tirol wurde als erstes der Gaichtpass angesteuert. Weiter ging es über Nesselwängle im Tannheimer Tal zum Oberjoch. Durch Sonthofen über Fischach zum Riedbergpass, vorbei an Balderschwang. Anschließend wieder nach Österreich. 



Hittisau, Schoppernau, hinauf zum Hochtannbergpass, der uns dann über Warth in den sehr bekannten Skiort Lech und dann zum Flexenpass führte. Über St. Anton und Landeck ging es nach Imst und von dort aus über das Hahntennjoch wieder zurück ins Lechtal. Diesem folgten wir jedoch nur kurz, denn nach einigen Kilometern bogen wir ins Namlos Tal ab, dass über Bichlbach wieder nach Reutte führt. Zum Abschluss machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Schloss Linderhof und so spuckten uns die Berge bei Oberammergau wieder heraus zurück auf den Weg nach Augsburg. Zwischendurch gab es natürlich das obligatorische Wiener Schnitzel und die für das Bergland bekannten Kasknöpfle. 

Diese strapazierten aufgrund ihres Fettgehaltes die Mägen der Verkoster leicht,  sodass selbige anschließend ein paar Kilometer weiter mit einem Marillenstrudel mit Vanillesoße wieder beruhigt werden mussten. Nach fast 600 km kamen wir dann abends wieder sehr erschöpft, aber erfüllt zu Hause an. Ein toller Tag mit maximalem Fahrspaß!  




Mai 2017

Von 0 auf 300 in zwei Jahren!

Das klingt zunächst einmal langsam, kann auf den zweiten Blick aber doch als durchaus zügig erachtet werden. Denn genau auf den Tag 2 Jahre nachdem Gabriel bei der Sportfluggruppe Lechfeld e.V. seinen aller ersten Start auf unserem Schulungsdoppelsitzer absolviert hat flog er seinen ersten 300 km Überlandflug mit der vereinseigenen DG 300. Und der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn Gabriel war als Flugschüler fast jeden Samstag am Flugplatz und schaffte seinen Segelflugschein in nur 1,5 Jahren. 

Wer oft kommt der nimmt viel mit. Und natürlich seien hier auch die Fluglehrer erwähnt, die sich jedes Wochenende Zeit nehmen um ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter zu geben und für eine fundierte Ausbildung unserer Flugschüler sorgen. Nach dem Start im F-Schlepp  bei aktiver Kontrollzone der Bundeswehr mit zwei PC-9 von E.I.S. Aircraft aus Kiel am Platz, die nur für uns eine Extrarunde einlegten ging es direkt nach Nordwesten zum Ausflugpunkt November und von dort über Donauwörth und Eichstätt nach Regensburg. Vielen Dank auch an die Fluglotsen der Bundeswehr, die uns immer tatkräftig und freundlich unterstützen und vor allem Verständnis für unsere „kleine“ Fliegerei aufbringen. Nach über 6 Stunden und kurzem Zittern nördlich von Augsburg erreichte ein glücklicher Gabriel wieder unser Lechfeld. Gratulation zum ersten 300er – gut gemacht!  

 


Mai 2017

Turbo Flugbetrieb!

Nachdem die Tage mit maitypischem Wetter derzeit eher untypisch geworden sind ist es kein Wunder, dass Tage die man als durchaus frühlingshaft bezeichnen kann, auch dementsprechend genutzt werden. So auch gestern bei unserem Windenflugbetrieb. Für 9 Flugschüler stellten wir drei Doppelsitzer (Janus, und zwei  ASK 13) bereit. Vielen Dank auch an unsere drei Lehrer Reinhard, Raimund und Werner die sich den ganzen Tag Zeit nahmen und einen Schulstart nach dem anderen auf dem hinteren Sitz Platz nahmen, unter anderem mit dem Ergebnis, dass drei Schüler nun kurz vor der Umschulung auf den Einsitzer stehen und nur noch die sogenannte „B“ – Prüfung absolvieren müssen und ein weiterer nur zwei Monate nach Schulungsbeginn bereits kurz vor dem Alleinflug steht.



Aber auch unsere jungen und alten Scheininhaber beteiligten sich mit einigen Einsitzern rege am Flugbetrieb und so kamen wir am Ende des Tages auf über 40 Windenstarts. Weiter so! Und während die einen in der Thermik kreisten vertrieb sich die „Ground Crew“ die Zeit mit Schafkopfen am Startwagen =) 




April 2017

Fast-Maibummelflug nach Speyer

Schon lange hatten wir vor einmal nach Speyer zu fliegen, um dort das Technikmuseum zu besuchen. Nun ist es ja gerade so, dass wir wettertechnisch eher sprichwörtlich von der Hand im Mund leben, aber nachdem die Wettervorhersage für das lange Wochenende wenigstens bis Sonntag Sonnenschein versprach, kam der spontane Gedanke auf, dieses Vorhaben nun endlich einmal in die Tat umzusetzen.

Ein Blick in das Buchungssystem unseres Schwestervereines verriet uns, dass offensichtlich noch nicht jeder den Wetterbericht für das bevorstehende Wochenende gelesen hatte, denn die Piper Archer, die wir mitbenutzen dürfen war noch den ganzen Tag verfügbar. Also fix via neuer Messenger Medien eine Nachricht an die anderen unternehmungslustigen Fliegerkollegen geschickt und einen Klick später war der Flieger für den Sonntag unser. Wir verabredeten uns dann für halb acht in der Früh auf dem Flugplatz. So hatten wir nach Flugplanung, Aushallen und Vorflugkontrolle noch genügend Zeit, um eine Tasse Kaffee zu trinken.

Das Technikmuseum Speyer


Blick auf die Albkante zwischen Aalen und Heubach


Für Neun Uhr hatten wir unseren Start geplant, der sich dann allerdings ein paar Minuten verzögert hat, weil unser Flugleiter im Stau auf der Autobahn stand. Aber die Rettung nahte in Form von Joffrey der gerade nach Beendigung des Telefonats um die Ecke kam und freundlicherweise den Notfallflugleiter für uns mimte. Vielen Dank dafür nochmal, Joffrey.

Auf dem Vorfeld


Keine Evakuierungübung, sondern der schnellste Weg zur Toilette - und das nach nur einer Stunde Flugzeit :-)



Ui...!! Schon kurz nach dem Start war klar, dass wir mit ordentlich Rückenwind unserem Ziel entgegen geschoben wurden und bereits nach etwa 45 Minuten konnte Felix den initial call an "Speyer Info" absetzen: "Speyer Info - D-ECMH - Piper Pa28 - VFR -von Lechfeld/ETSL - ca. 10 Minuten östlich ihres Platzes - 3500 Fuss - zur Landung". Da wir bereits schon seit einigen Minuten auf der Platzfrequenz mitgehört hatten wussten wir nicht nur, dass in der Platzrunde schon ordentlilch was los war, sondern, viel besser, dass die Piste 16 in Betrieb war.

Denn jeder der schon mal in Speyer war wird bestätigen, dass der Endanflug auf die 16, so nah vorbei am berühmten Dom, zu einem der schönsten Anflüge in Deutschland gehört.

Im Endanflug vorbei am Dom


In der Liller Halle


Schleicher Ka-6


Lustig, diese Briten


Exakt nach einer Stunde Flugzeit setzten wir bei strammem Seitenwind auf und rollten zu unserer Parkposition vor dem Tower. Beim Bezahlen unserer Landegebühr auf dem Tower bekamen wir vom freundlichen Flugleiter sogar noch Eintrittsgutscheine fürs Museum mit einer Ermäßigung und das Angebot, unser Flugzeug auf der gegenüberliegenden Seite des Flugplatzes beim dortigen Luftsportverein abstellen zu dürfen. Denn von dort aus sind es nur wenige Gehminuten bis zum Haupteingang.

Cool! Also nochmal schnell in den Flieger reingehüpft, umgeparkt, abgestellt, Flugzeug abgeschlossen und fünf Minuten später standen wir an der Kasse des Museums.

Das Technikmuseum, welches sich auf dem historischen Gelände der ehemaligen Pfalz-Flugzeugwerke befindet zeigt nicht nur Exponate aus dem Flugzeug- und Autobau, sondern auch aus dem Schiffsbau, der Eisenbahn und der Raumfahrt. In einigen Nebengebäuden finden sich außerdem noch eine Puppenaustellung, eine Uhrensammlung, sowie Musikinstrumente, Grammophone und noch vieles mehr. Es ist schlicht unmöglich alle Ausstellungen und natürlich auch die Ausstellungsobjekte an einem Tag anzuschauen. Also beschränkten wir uns auf die beiden Haupthallen und einige Großobjekte im Außenbereich.

Einer der Stars der Ausstellung


U 9 und das Hausboot der Kelly Family


Unangefochtene Stars des Museums sind ganz sicher die auf einem 20 Meter hohen Gestell stehende voll begehbare Boeing 747, die Antonov An-22, das U-Boot U 9 der Bundesmarine, der Seenotkreuzer John T. Essberger und der Prototyp des russischen Raumfahrtprogramms Buran.

Seenotkreuzer der 44-m-Klasse der DGzRS


Schweres Gerät


Natürlich musste auch eine Mittagspause sein


Nachbau einer Mondlandefähre und des Mondrovers


Der ausgestellte Raumgleiter hat jedoch die Atmosphäre nie verlassen, sondern wurde nur für aerodynamische Flugtests verwendet. Zu diesem Zweck war er mit vier starken Strahltriebwerken ausgerüstet worden, mit denen er wie ein normales Flugzeug starten konnte.

Mit genug Antriebsleistung bringt man eben auch eine Schrankwand zum fliegen.

Insgesamt hat OK-GLI, so sein offizieller Name, 25 Flüge durchgeführt bis er nach mehreren teils unrühmlichen Zwischenstationen schließlich in Speyer seinen würdigen „Altersruhesitz“ gefunden hat.

Raumfähre Buran


Während die Besatzung im Museum die Exponate bestaunt, lässt sich unser Flugzeug die Sonne auf die Nase -äh den Spinner scheinen :-)


Nach dem Besuch der Raumfahrthalle hatten wir noch etwas Zeit und wollten eigentlich noch U 9 anschauen. Aber dort war der Andrang so groß, dass wir uns lieber für eine Vorstellung im IMAX Kino über die Apollo Mondmissionen entschieden. Das passte dann auch perfekt in unseren Zeitplan, denn spätestens gegen halb sechs wollten wir uns ohnehin wieder auf den Rückflug machen. Der Wind, der uns in der Früh noch so freundlich unterstützt hat, war zwar immer noch fleißig am pusten, aber leider auch immer noch aus der gleichen Richtung wie am Morgen. Mit dem Gegenwind dauerte der Flug nach Hause halt nun eine viertel Stunde länger doch eine tolle Fernsicht entschädigte uns für die etwas langsamere „Groundspeed“ und ließ den Wunsch nach einer früheren Ankunft gar nicht erst aufkommen.

Kurz vor sieben Uhr landeten wir wieder in Lechfeld und als letzter Akt dieses schönen Tages blieb uns nur noch das Flugzeug zu waschen, einzuräumen, Papierlage fertig zu machen und danach ein dicken fetten Burger mit Curly Fries zu mampfen.

What a day ;-)

April 2017

Europas größte Messe der allgemeinen Luftfahrt - Wir waren dabei!

Jahr für Jahr pilgern Luftfahrtenthusiasten, Segelflieger, Motorflieger, UL Piloten und alles was sich sonst noch irgendwie in die Lüfte schwingen kann auf die Aero nach Friedrichshafen am Bodensee, um die neuesten Errungenschaften der Luftfahrt zu bestaunen. Vom Jetski der eigentlich ein Tragschrauber ist über Jettrainer die so teuer sind wie ein echter aber letztendlich nur einen Rotax haben und anderen unsinnigen aber auch durchaus sehr sinnvollen und durchdachten Konstruktionen gibt es auf der Aero einfach alles zu sehen. Hier spiegelt sich die gesamte Artenvielfalt der allgemeinen Luftfahrt wieder und wie schon beschrieben kann man auch hier bei so manchem Gerät beinahe schon von einer „Laune der Natur“ sprechen.  Dem Erfindungsreichtum sind einfach keine Grenzen gesetzt. Und auch wir konnten es uns natürlich auch nicht verkneifen uns über den Stand der Technik zu informieren. Während Lukas, Gabriel und Felix bereits am Donnerstag ganz unfliegerisch mit dem Auto fuhren, schnappten sich Olli, Dominik und Raphael die PA 28 und flogen am Freitagabend nach Friedrichshafen, um in der extra für die Messe aufgebauten Zeltstadt zu übernachten und dann am nächsten Tag die Messe zu erkunden. 



Unser besonderes Interesse galt natürlich der Abteilung der nichtmotorisierten Luftfahrzeuge, da wir ja alle auch Segelflieger sind. Und wer sitzt nicht gerne einmal in einem seiner Traumflugzeuge Probe. Vor allem aber faszinierten uns die neuen „Front Electric Sustainer“ Antriebe, die in der Nase des Seglers sitzen und über einen Elektromotor einen kleinen Klapppropeller antreiben, der zum Heimkehren oder teilweise sogar für den Eigenstart genutzt werden kann – für uns auf jeden Fall aufgrund der Einfachheit der Bedienung, der Zuverlässigkeit und der Wartungsfreiheit die Zukunft im Segelflug.

Und natürlich inspirieren einen auch die ausgestellten Businessjets und Turboprops zum Träumen. Auf jeden Fall wieder einmal ein lohnender Ausflug, um sich auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen  und unsere Fliegercrew verband den Rückflug natürlich gleich noch mit einem kleinen Schlenker über die Alpen.  







März 2017

Lechfelder feat. Fursty Segelflieger - Wehe wenn wir losgelassen!

Wie ausgehungerte Flughunde so stürzten sich unsere Segelflieger am vergangenen Wochenende in den Himmel. Bereits am Samstag wurde die Winde aufgebaut und mit dem Schul- und Flugbetrieb begonnen. Während die einen bereits flogen, polierten die anderen noch unsere zweite ASK 13, sodass am Sonntag dann beide zur Verfügung standen. Vier neue Flugschüler, zwei alte und einige, auch neue Scheinpiloten nutzten die Gelegenheit um nach der Winterpause endlich wieder in die Luft zu kommen.  Und wir ließen es krachen. Knapp 60 Starts am Wochenende sprechen für sich. Und wenn die Sonne uns nicht so früh (trotz Zeitumstellung wurde es eng) verlassen hätte wären es wahrscheinlich auch noch mehr geworden. Und auch der Thermikgott ließ uns nicht im Stich und bescherte uns sogar ein bisschen mehr als nur Platzrunden.  Ein super Saisonauftakt, bei dem jeder auf seine Kosten kam und an den wir auf alle Fälle anknüpfen wollen! Ganz nach dem Motto: Think positive – Flaps negative!  







März 2017

Frühlingsflug nach Bremgarten

Die länger werdenden Tage und unsere schon emsig über dem Flugplatz trillernden Feldlerchen zeigen an, dass sich auch die neue Fliegersaison praktisch schon im Startlauf befindet.

Und so waren dann am letzten Sonntag (der übrigens seinem Namen als "Sonn"tag alle Ehre machte) vier unserer Fliegerkameraden nicht mehr zu halten und machten sich auf zu einem Überlandflug nach Bremgarten bei Freiburg, - Felix und Jens als Piloten und Roland und Flo als Mitflieger. Da Roland schon bei den letzten Flügen immer der Kapitän war, musste er dieses Mal leider auf der Rückbank Platz nehmen und sich mit der Rolle des Reiseleiters begnügen, was er aber als gebürtiger Südbadener natürlich sehr gerne übernommen tat.

Noch fix die Taschen...


Nachdem die Papiere gecheckt und die Vorflugkontrolle erledigt war, hob pünktlich um 11 Uhr die "Mike-Hotel" mit unseren vier Freunden in Lechfeld ab und nahm direkten Kurs Richtung Westen. Bereits in 3200 Fuß kamen wir aus der leichten Inversionsschicht heraus und gab uns einen atemberaubenden Ausblick auf die Alpen frei.

...im Flugzeug verstaut,...


"Ha, - bei so einer Fernsicht wird Navigation heute zum Kinderspiel!"

Vorbei an Biberach und dem Federsee in Oberschwaben ging es zunächst bis nach Sigmaringen, um von dort aus ein kleines Stück dem Donautal zu folgen, das links und rechts geschmückt mit malerischen Burgen und Schlösschen bei uns den Eindruck einer Modelleisenbahnlandschaft erweckte.

...dann kanns ja auch schon los gehen!


Schönstes Flugwetter!


Hohenzollernschloss in Sigmaringen.


Einmal an Tuttlingen vorbei, tauchte bald auch schon der Schwarzwald am Horizont auf und seine schon weithin sichtbare höchste Erhebung, der Feldberg, zeigte uns unser langsam näher rückendes Ende des Fluges an, denn dahinter wartete schon die Oberrheinebene und das Markgräflerland auf uns.

Um unser Flugzeug nicht dem Stress eines schnellen Abstieges aussetzten zu müssen haben wir uns entschieden nicht über die schneebedeckte Kuppe des Feldberges zu fliegen, sondern lieber Richtung Freiburg hinab entlang des Dreisamtals sanft unsere Höhe abzubauen.

Ausserdem: Wer will schon nach diesen Winter noch Schnee sehen? Da ist doch die im Frühlingserwachen liegende Münsterstadt wahrlich der angenehmere Anblick.

Frühling im Breisgau. Die Münsterstadt Freiburg.


Anflug auf Bremgarten.

 

"Bremgarten Info" heißt uns Willkommen und gibt uns als Landrichtung die "23" und so können wir von Norden kommend direkt in den Queranflug eindrehen. Super, nach nur etwas mehr als einer Stunde rollen wir auf der immer noch großen Runway des ehemaligen Fliegerhorstes aus, wo einst Phantoms des legendären Eulengeschwaders, dem Aufklärungsgeschwader 51 in den Zeiten des kalten Krieges zu ihren Einsätzen starteten.

Das Geschwader wurde Anfang der 90er Jahre aufgelöst und der Flugplatz von der Luftwaffe aufgegeben. Der Standort, der als einer der beliebtesten in der Bundeswehr galt, wurde daraufhin erfolgreich in einen Industrie- und Gewerbepark konvertiert, wo trotz allem auch noch die Luftfahrt einen Platz gefunden hat.

Als wir bei unserem Flugzeug die Türe öffneten kam uns sofort eine milde Frühlingsbrise entgegen.- "Krass wie warm das hier schon ist"  -  da konnten wir die Jacken und Pullis getrost im Flieger lassen. Nicht umsonst zählt Südbaden zu den wärmsten Regionen Deutschlands.

Sehr lecker!


Da es ohnehin gerade um die Mittagszeit war und bis 14 Uhr am Sonntag keine Starts erfolgen dürfen, haben wir auch gleich die Gunst der Stunde genutzt und sind zum Mittagessen ins, der besser gesagt zum "Fliegerhorst" gegangen. In dem Flugplatzrestaurant, bei dem der bekannte Fernsehkoch Horst Lichter bei der Namesgebung Pate stand, kann man nicht nur hervorragend essen, sondern auch aus dem Gastraum direkt in den angrenzenden Hangar mit wundervoll restaurierten Oldtimerflugzeugen blicken. Das absolute Paradies für jeden Gourmet-Flugzeugfan.

Nach einem sehr feinen Essen war es dann aber schließlich an der Zeit an die Heimreise zu denken. Aber im Gegensatz zum Hinflug sollte auf dem Weg nach Hause noch etwas mehr Sightseeing gemacht werden.

Am Fuße des Schwarzwald entlang ging es nach dem Start Richtung Süden bis zum Dreiländereck, wo Deutschland, Frankreich und die Schweiz aneinader stossen um dann von dort den Hochrhein hinauf zum Rheinfall bei Schaffhausen zu fliegen. Weitere Höhepunkte sollten dann noch der Flug über den Hegau mit seinen markanten Vulkanhügeln und der Flug entlang des Bodensees bis hinauf ins Algäu werden, ehe wir uns nach dem passieren vom Kempten VOR endgültig wieder auf Heimatkurs und somit quasi wieder in unserer vertrauten Lokalflug-Area befanden.

Vier fröhliche Flieger.


Auf dem Weg ins Dreiländereck. Ruine Sausenburg.


Schloss Werenwag über dem Donautal.


Flugplatz Bremgarten.


Festungsruine Hohentwiel.


Der Rheinfall bei Schaffhausen.


Nur knapp 20 Minuten später setzten die Räder der Piper wieder auf unserem Heimatplatz auf und unser Flugleiter konnte nun endlich auch in seinen verdienten Feierabend gehen. Noch schnell das Flugzeug gewaschen und die Papierarbeit erledigt und dann konnten auch wir uns zum Abschluß dieses schönen Tages noch ein "after-flying-Bierchen" schmecken lassen.

Alle waren sich einig dass dieser Sonntag fast etwas von einem Miniurlaub hatte.

 Februar 2017

Faschingsfliegen - Lechfeld Alaaf & Helau

Vergangenes Wochenende lud unsere Fliegerjugend die befreundeten Nachbarvereine zum ersten offiziellen Faschingsfliegen nach Lechfeld ein. Um 11:11 Uhr starteten Roland und Felix zum Faschingsflug und wenig später trafen auch schon die ersten Gäste aus Landsberg und Oberpfaffenhofen mit FK – 9 und Schleicher ASK 16 ein. „Wolle mer se reinlasse?“ 

Natürlich, denn wir hatten schon mal etwas vorbereitet und einen geschmückten Pavillon aufgestellt an dem unsere Jecken ausreichend mit Krapfen, Ausgezogenen und Kaffee versorgt wurden. Und auch aus Neuburg bekamen wir später noch Besuch. 



Die Besatzung war allerdings leicht irritiert, als sie unsere Jugend in Badehose über den Platz laufen sahen – ist ja schließlich erst Februar und die Temperaturen waren, obwohl sonnig alles andere als zum Baden verleitend. Was war da denn los? Als besonderes „Special“ hatte unser Jugendleiter Felix seinen aufblasbaren Pool samt selbst konstruierter Heizung aufgestellt. Bei angenehmen 40° C ließen wir es uns gut gehen und planschten bis in den Sonnenuntergang – Wellness pur am Flugplatz! Auf jeden Fall waren wir uns alle einig, dass unser Faschingsfliegen die besten Voraussetzungen zur Tradition hat! Bis zum nächsten Jahr! 





Januar 2017

Der erste Wolf, der fliegen kann!

Aus Florian Wolf wurde bei der SFG Lechfeld kurz „Flolf“ und aus „Flolf“ wurde diesen Samstag kurzerhand Rundflugflolf, als er beim Flug zur Zugspitze nochmal den in ihr wohnenden Fliegergott besuchte und milde stimmte. Denn nicht viel später stieg unser Flo von der Cessna, in der er als Passagier dabei war, um in unseren Motorsegler Grob G 109. Es dauerte nicht lange und schon hatte er seine drei solo Platzrunden geflogen. Jetzt also Sololf. Ein großer Schritt auf dem Weg zu seinem TMG Classrating, denn Flo ist ja bereits begeisterter Segelflieger, engagierter Windenfahrer und geht mit gutem Beispiel voran. Bis zu seinem ersten Alleinflug im TMG dauerte es nur knapp fünfeinhalb Stunden. Nun muss er  noch einen Alleinüberlandflug über 150 km mit einer Zwischenlandung absolvieren und ist anschließend bereit für die praktische Prüfung. Bedenken muss man dabei, dass dieser junge Mann erst 18 Jahre alt ist!


Wir wünschen dir jetzt schon mal „Always happy landings“ und noch viel Spaß dabei, die Welt nun auch im angetriebenen Flug  erkunden zu können!

Januar 2017

Winter auf dem Lechfeld

 "Ein kalter Januar - bringt ein gutes Jahr" oder "Je kälter ist der Januar - je freudiger das ganze Jahr".



Wenn man den Bauern- und Wetterregeln glauben schenken darf, steht uns dieses Jahr aus Meteorologischer Sicht gesehen ein super Jahr ins Haus, denn einen so klirrend kalten Januar haben wir auf dem Lechfeld schon lange nicht mehr gehabt.

 

Nächte mit Tiefstwerten bis zu -17°C und schon seit Wochen Dauerfrost am Tag lassen nicht nur unsere Flugplatztiere bibbern, sondern auch den einen oder anderen Vereinskollegen mit vereisten Vorfeldern oder zugefrorenen Hangartoren kämpfen. Der Winter hat uns voll im Griff, und wir müssen uns zur Zeit noch mit Ofenwärme statt mit Sonnenwärme begnügen.





Aber kein Flieger wird bestreiten, dass das stapfen durch den knirschenden Schnee zur Halle oder in die Werkstatt, keine sehnsüchtige Gedanken zu der in den Startlöchern stehenden Saison aufkommen läßt, - zu den ersten Streckenflügen im Segelflugzeug, oder zu bestimmten Flugzielen zu denen man aufbrechen möchte, wenn die Sonne ihre ersten warmen Strahlen wieder über den Flugplatz schickt und die Tage wieder länger werden. 

Der Winter hat halt auch etwas (flieger)romantisches.

Liegt im Januar Schnee und Eis - zieht der Segelflieger bald wieder seinen Kreis;

Naja, etwa so ;-)