Sportfluggruppe Lechfeld e.V.

Wo Träume Flügel haben...

News 2017

März 2017

Frühlingsflug nach Bremgarten

Die länger werdenden Tage und unsere schon emsig über dem Flugplatz trillernden Feldlerchen zeigen an, dass sich auch die neue Fliegersaison praktisch schon im Startlauf befindet.

Und so waren dann am letzten Sonntag (der übrigens seinem Namen als "Sonn"tag alle Ehre machte) vier unserer Fliegerkameraden nicht mehr zu halten und machten sich auf zu einem Überlandflug nach Bremgarten bei Freiburg, - Felix und Jens als Piloten und Roland und Flo als Mitflieger. Da Roland schon bei den letzten Flügen immer der Kapitän war, musste er dieses Mal leider auf der Rückbank Platz nehmen und sich mit der Rolle des Reiseleiters begnügen, was er aber als gebürtiger Südbadener natürlich sehr gerne übernommen tat.

Noch fix die Taschen...


Nachdem die Papiere gecheckt und die Vorflugkontrolle erledigt war, hob pünktlich um 11 Uhr die "Mike-Hotel" mit unseren vier Freunden in Lechfeld ab und nahm direkten Kurs Richtung Westen. Bereits in 3200 Fuß kamen wir aus der leichten Inversionsschicht heraus und gab uns einen atemberaubenden Ausblick auf die Alpen frei.

...im Flugzeug verstaut,...


"Ha, - bei so einer Fernsicht wird Navigation heute zum Kinderspiel!"

Vorbei an Biberach und dem Federsee in Oberschwaben ging es zunächst bis nach Sigmaringen, um von dort aus ein kleines Stück dem Donautal zu folgen, das links und rechts geschmückt mit malerischen Burgen und Schlösschen bei uns den Eindruck einer Modelleisenbahnlandschaft erweckte.

...dann kanns ja auch schon los gehen!


Schönstes Flugwetter!


Hohenzollernschloss in Sigmaringen.


Einmal an Tuttlingen vorbei, tauchte bald auch schon der Schwarzwald am Horizont auf und seine schon weithin sichtbare höchste Erhebung, der Feldberg, zeigte uns unser langsam näher rückendes Ende des Fluges an, denn dahinter wartete schon die Oberrheinebene und das Markgräflerland auf uns.

Um unser Flugzeug nicht dem Stress eines schnellen Abstieges aussetzten zu müssen haben wir uns entschieden nicht über die schneebedeckte Kuppe des Feldberges zu fliegen, sondern lieber Richtung Freiburg hinab entlang des Dreisamtals sanft unsere Höhe abzubauen.

Ausserdem: Wer will schon nach diesen Winter noch Schnee sehen? Da ist doch die im Frühlingserwachen liegende Münsterstadt wahrlich der angenehmere Anblick.

Frühling im Breisgau. Die Münsterstadt Freiburg.


Anflug auf Bremgarten.

 

"Bremgarten Info" heißt uns Willkommen und gibt uns als Landrichtung die "23" und so können wir von Norden kommend direkt in den Queranflug eindrehen. Super, nach nur etwas mehr als einer Stunde rollen wir auf der immer noch großen Runway des ehemaligen Fliegerhorstes aus, wo einst Phantoms des legendären Eulengeschwaders, dem Aufklärungsgeschwader 51 in den Zeiten des kalten Krieges zu ihren Einsätzen starteten.

Das Geschwader wurde Anfang der 90er Jahre aufgelöst und der Flugplatz von der Luftwaffe aufgegeben. Der Standort, der als einer der beliebtesten in der Bundeswehr galt, wurde daraufhin erfolgreich in einen Industrie- und Gewerbepark konvertiert, wo trotz allem auch noch die Luftfahrt einen Platz gefunden hat.

Als wir bei unserem Flugzeug die Türe öffneten kam uns sofort eine milde Frühlingsbrise entgegen. - "Krass wie warm das hier schon ist"  -  da konnten wir die Jacken und Pullis getrost im Flieger lassen. Nicht umsonst zählt Südbaden zu den wärmsten Regionen Deutschlands.

Sehr lecker!


Da es ohnehin gerade um die Mittagszeit war und bis 14 Uhr am Sonntag keine Starts erfolgen dürfen, haben wir auch gleich die Gunst der Stunde genutzt und sind zum Mittagessen ins, der besser gesagt zum "Fliegerhorst" gegangen. In dem Flugplatzrestaurant, bei dem der bekannte Fernsehkoch Horst Lichter bei der Namesgebung Pate stand, kann man nicht nur hervorragend essen, sondern auch aus dem Gastraum direkt in den angrenzenden Hangar mit wundervoll restaurierten Oldtimerflugzeugen blicken. Das absolute Paradies für jeden Gourmet-Flugzeugfan.

Nach einem sehr feinen Essen war es dann aber schließlich an der Zeit an die Heimreise zu denken. Aber im Gegensatz zum Hinflug sollte auf dem Weg nach Hause noch etwas mehr Sightseeing gemacht werden.

Am Fuße des Schwarzwald entlang ging es nach dem Start Richtung Süden bis zum Dreiländereck, wo Deutschland, Frankreich und die Schweiz aneinader stossen um dann von dort den Hochrhein hinauf zum Rheinfall bei Schaffhausen zu fliegen. Weitere Höhepunkte sollten dann noch der Flug über den Hegau mit seinen markanten Vulkanhügeln und der Flug entlang des Bodensees bis hinauf ins Algäu werden, ehe wir uns nach dem passieren vom Kempten VOR endgültig wieder auf Heimatkurs und somit quasi wieder in unserer vertrauten Lokalflug-Area befanden.

Vier fröhliche Flieger.


Auf dem Weg ins Dreiländereck. Ruine Sausenburg.


Schloss Werenwag über dem Donautal.


Flugplatz Bremgarten.


Festungsruine Hohentwiel.


Der Rheinfall bei Schaffhausen.


Nur knapp 20 Minuten später setzten die Räder der Piper wieder auf unserem Heimatplatz auf und unser Flugleiter konnte nun endlich auch in seinen verdienten Feierabend gehen. Noch schnell das Flugzeug gewaschen und die Papierarbeit erledigt und dann konnten auch wir uns zum Abschluß dieses schönen Tages noch ein "after-flying-Bierchen" schmecken lassen.

Alle waren sich einig dass dieser Sonntag fast etwas von einem Miniurlaub hatte.

 Februar 2017

Faschingsfliegen - Lechfeld Alaaf & Helau

Vergangenes Wochenende lud unsere Fliegerjugend die befreundeten Nachbarvereine zum ersten offiziellen Faschingsfliegen nach Lechfeld ein. Um 11:11 Uhr starteten Roland und Felix zum Faschingsflug und wenig später trafen auch schon die ersten Gäste aus Landsberg und Oberpfaffenhofen mit FK – 9 und Schleicher ASK 16 ein. „Wolle mer se reinlasse?“ 

Natürlich, denn wir hatten schon mal etwas vorbereitet und einen geschmückten Pavillon aufgestellt an dem unsere Jecken ausreichend mit Krapfen, Ausgezogenen und Kaffee versorgt wurden. Und auch aus Neuburg bekamen wir später noch Besuch. 



Die Besatzung war allerdings leicht irritiert, als sie unsere Jugend in Badehose über den Platz laufen sahen – ist ja schließlich erst Februar und die Temperaturen waren, obwohl sonnig alles andere als zum Baden verleitend. Was war da denn los? Als besonderes „Special“ hatte unser Jugendleiter Felix seinen aufblasbaren Pool samt selbst konstruierter Heizung aufgestellt. Bei angenehmen 40° C ließen wir es uns gut gehen und planschten bis in den Sonnenuntergang – Wellness pur am Flugplatz! Auf jeden Fall waren wir uns alle einig, dass unser Faschingsfliegen die besten Voraussetzungen zur Tradition hat! Bis zum nächsten Jahr! 





Januar 2017

Der erste Wolf, der fliegen kann!

Aus Florian Wolf wurde bei der SFG Lechfeld kurz „Flolf“ und aus „Flolf“ wurde diesen Samstag kurzerhand Rundflugflolf, als er beim Flug zur Zugspitze nochmal den in ihr wohnenden Fliegergott besuchte und milde stimmte. Denn nicht viel später stieg unser Flo von der Cessna, in der er als Passagier dabei war, um in unseren Motorsegler Grob G 109. Es dauerte nicht lange und schon hatte er seine drei solo Platzrunden geflogen. Jetzt also Sololf. Ein großer Schritt auf dem Weg zu seinem TMG Classrating, denn Flo ist ja bereits begeisterter Segelflieger, engagierter Windenfahrer und geht mit gutem Beispiel voran. Bis zu seinem ersten Alleinflug im TMG dauerte es nur knapp fünfeinhalb Stunden. Nun muss er  noch einen Alleinüberlandflug über 150 km mit einer Zwischenlandung absolvieren und ist anschließend bereit für die praktische Prüfung. Bedenken muss man dabei, dass dieser junge Mann erst 18 Jahre alt ist!


Wir wünschen dir jetzt schon mal „Always happy landings“ und noch viel Spaß dabei, die Welt nun auch im angetriebenen Flug  erkunden zu können!

Januar 2017

Winter auf dem Lechfeld

 "Ein kalter Januar - bringt ein gutes Jahr" oder "Je kälter ist der Januar - je freudiger das ganze Jahr".



Wenn man den Bauern- und Wetterregeln glauben schenken darf, steht uns dieses Jahr aus Meteorologischer Sicht gesehen ein super Jahr ins Haus, denn einen so klirrend kalten Januar haben wir auf dem Lechfeld schon lange nicht mehr gehabt.

 

Nächte mit Tiefstwerten bis zu -17°C und schon seit Wochen Dauerfrost am Tag lassen nicht nur unsere Flugplatztiere bibbern, sondern auch den einen oder anderen Vereinskollegen mit vereisten Vorfeldern oder zugefrorenen Hangartoren kämpfen. Der Winter hat uns voll im Griff, und wir müssen uns zur Zeit noch mit Ofenwärme statt mit Sonnenwärme begnügen.





Aber kein Flieger wird bestreiten, dass das stapfen durch den knirschenden Schnee zur Halle oder in die Werkstatt, keine sehnsüchtige Gedanken zu der in den Startlöchern stehenden Saison aufkommen läßt, - zu den ersten Streckenflügen im Segelflugzeug, oder zu bestimmten Flugzielen zu denen man aufbrechen möchte, wenn die Sonne ihre ersten warmen Strahlen wieder über den Flugplatz schickt und die Tage wieder länger werden. 

Der Winter hat halt auch etwas (flieger)romantisches.

Liegt im Januar Schnee und Eis - zieht der Segelflieger bald wieder seinen Kreis;

Naja, etwa so ;-)